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Alte Sorten vom Biolandhofe 3 grüne Blätter

Zurück auf den heimischen Acker: Hülsenfrüchte 

Zurück auf den heimischen Acker: Hülsenfrüchte

Es gibt Ackerpflanzen, die noch von unseren Großeltern angebaut wurden, heute aber aus aller Welt importiert werden. Doch es gibt Biopioniere, die die alten Saaten neu entdecken und pflanzen. Und bei denen kaufen wir unsere Hülsenfrüchte! 

Unverpackt für alle bemüht sich, alle Waren so regional wie möglich einzukaufen. Regional meint hier im weitesten Sinne einen Radius von ganz Deutschland. Wir wissen, dass das die Zukunft ist und wir uns nur so langfristig nachhaltig ernähren können. Unser Bio-Herz hüpft hoch, wenn Kulturen, die hierzulande bereits vor Jahrzehnten angebaut wurden, zurück in die heimische Landwirtschaft finden und sich deshalb so gut an die klimatischen Bedingungen anpassen. Das bedeutet gut vorbereitet zu sein auf die Veränderungen der nächsten Jahre und unabhängiger von Importen. Der Anbau in der Nähe erspart außerdem weite Transportwege. 

Bodenregeneration durch Hülsenfrüchte 

Hülsenfrüchte werden weltweit in der Landwirtschaft immer wichtiger. Wegen ihrer Stickstoffbindungsfähigkeit, die den Boden mit Nährstoffen anreichert, ihn dadurch fruchtbar macht und so die folgenden Erträge verbessert. [1] Durch das Aufkommen moderner Düngemittel wurde diese nützliche Eigenschaft lange Zeit ignoriert. 

Eine besonders anpassungsfähige Hülsenfrucht ist übrigens die ganz gewöhnliche Speise- beziehungsweise Gartenerbse. Umgangssprachlich auch als Erbse bekannt, in grün oder gelb. Nicht zufällig wächst sie in jedem Schulgarten, denn die Pflege ist kinderleicht. 

Erbsen kommen mit unterschiedlichsten Bedingungen zurecht. Sie bevorzugen gut durchlässige Böden mit ausreichender Feuchtigkeit, vertragen jedoch auch sauren oder alkalischen Untergrund. Sie sind relativ anspruchslos in Bezug auf den pH-Wert des Bodens. Ihr breiter Wuchs bedeckt den Boden und schützt ihn so vor Verdunstung und Unkraut. 

Auch wenn Erbsen wegen ihrer vielen tollen Eigenschaften als Gartenpflanze beliebt sind, werden sie kaum noch kommerziell angebaut. Dabei hatte die Pflanze in den 1950er bis 1970er Jahren eine große Bedeutung in Deutschland, vor allem im Hinblick auf die Produktion von Konservenerbsen. Heute werden die beliebten Hülsenfrüchte überwiegend importiert, teilweise aus Nachbarländern wie Frankreich und Polen. Die meisten Erbsen auf deutschen Tellern kommen allerdings aus den kanadischen Provinzen Manitoba und Saskatchewan, die für ihren Erbsenanbau bekannt sind. 

Auch Linsen stammen überwiegend aus Kanada, ganze 65 Prozent der Weltproduktion. Dabei haben die Römer Linsen bereits in der Antike in ganz Europa verbreitet. Doch in der 1990er Jahren ging der europäische Anbau im Zuge der Globalisierung zurück. Allmählich kommen die Linsen aber wieder zurück. Die größten Produzenten in Europa sind Spanien und Frankreich. [2] Die grünen Linsen wachsen auch auf Sandböden und sind eine ertragreiche und sichere Sorte. Die grünen Linsen von Unverpackt für alle werden in Osterode im Harz angebaut. 

Erbsen und Linsen aus dem Harz statt aus Kanada 

Dort, wo auch unsere gelben und grünen Erbsen herstammen. Nämlich vom Biohof Düna von Daniel Wehmeyer, den du vielleicht aus der NDR-Serie „Die Nordreportage: Hofgeschichten‟ kennst, die seit 2021 läuft. 

 

NDR: Anpacken mit Daniel Wehmeyer 

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In den Reportagen sind seine imposanten Rinder, das Harzer Rote Höhenvieh, der absolute Hingucker. Aber auch mit seinen Erbsen und grünen Linsen kultiviert der Bioland-Bauer vergessene Sorten, die er nach traditionellen Methoden anbaut. 

Fazit 

Die Rekultivierung alter Sorten in der Landwirtschaft ist sinnvoll, um die biologische Vielfalt zu bewahren, die Unabhängigkeit der Landwirte zu stärken und einen nachhaltigeren Ackerbau zu fördern.  

Alte Sorten sind ein Gegenpol zum Saatgutmonopol und der industriellen Landwirtschaft. Durch den Zugang zu traditionellem Saatgut können Landwirte ihre Unabhängigkeit bewahren und ihre Erträge verbessern. Sie ermöglichen zudem die Anpassung an verschiedene Umweltbedingungen und tragen zur Erhaltung der biologischen und genetischen Vielfalt bei. Zudem stellen sie sicher, dass wir eine Vielfalt an gesunden und schmackhaften Lebensmitteln haben. Alte Sorten bieten einzigartige Geschmacksprofile und Texturen, die den Speiseplan bereichern und der Standardisierung von Lebensmitteln entgegenwirken. Also ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Ernährung und widerstandsfähigeren Landwirtschaft. 

 

Quellen: 

[1] Hülsenfrüchte – Die nachhaltige Bereicherung?, BUND, 2021 

[2] Linsen-Info Anbauregion, Landwirtschaft bb, 2019 

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