Inklusionspreis 2021

Wir haben gewonnen! Den Inklusionspreis 2021

Die Welt bewegt derzeit besonders viele Themen. Die Inklusion von Menschen mit Superkräften hat schon immer dazu gehört, auch bei uns. Und sie erfordert besonders heute neue innovative Ansätze. Und genau hierfür wurden wir vom Landesamt für Gesundheit und Soziales mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet.

Der Inklusionspreis für vorbildliche Inklusion schwerbehinderter Menschen wurde bereits zum 19. Mal in Folge feierlich vergeben. In der Kategorie Kleinunternehmen wurden wir dieses Jahr als Gewinner ausgewählt. Warum? In unserer eigenen Produktion in Berlin, Adlershof wirken derzeit 70% Mitarbeitende mit Handicap mit. Sie arbeiten mit Menschen ohne Beeinträchtigung in allen Bereichen von E-Commerce, über Buchhaltung bis zur Abfüllung gemeinsam in einem Team.

Das einzigartige an unserem Projekt

Doch wir wurden nicht nur für unsere nachhaltige und umfangreiche Inklusion ausgezeichnet.

Wir haben erstmalig in der Berliner Geschichte, nach unserem Wissen sogar bundesweit, eine Betriebsinterne Gruppe (BIG), an der sich mehrere Werkstätten beteiligen, ins Leben gerufen. Eine BIG ist eine von einem Sonderpädagogen begleitete Gruppe an Menschen aus einer Werkstatt die in einem Betrieb arbeiten. So erhält der Betrieb Unterstützung von den Pädagogen, um die Menschen besser entwickeln und inkludieren zu können. Um so eine Unterstützung zu erhalten, benötigt es normalerweise eine relativ hohe Mindestanzahl von Menschen aus einer Werkstatt im Betrieb. Doch wir und auch andere Betriebe werden von Vielfalt bereichert. Da jede Werkstatt ihren eigenen Schwerpunkt hat und somit viele Menschen mit ähnlichen Behinderungen, haben wir uns dafür eingesetzt, mit mehreren gleichzeitig arbeiten zu können. So können wir viele unterschiedliche Rollen im Unternehmen inklusiv besetzen und ein sich ergänzendes Team aufbauen. Wegen bürokratischen und anderen Hürden, hat es so eine werkstättenübergreifende BIG bisher noch nicht gegeben. Das haben wir geändert und somit viele Möglichkeiten für alle Beteiligten eröffnet. Nebenbei haben wir so einen Präzedenzfall geschaffen, der auch anderen Projekten bundesweit als Beispiel dient.

Fotoquelle: LaGeSo/ Ritschel

25% der Menschen werden von uns übernommen

Durch viel persönliches Engagement, Überzeugungskraft und juristischen Aufwand konnten wir gemeinsam Konkurrenzgedanken zwischen den Werkstätten abbauen und diese einzigartige Kooperation auf die Beine stellen. Und das zu Beginn der Pandemie letztes Jahr.

Doch das ist nicht alles! Innerhalb von nur einem Jahr haben wir eine sehr hohe Übernahmequote erreichen können. Mittlerweile arbeiten drei ehemalige Mitarbeitende der Werkstätten in einem festen sozialversicherungspflichtigen Verhältnis bei uns direkt im Unternehmen. Weitere sind bereits in der Umsetzung. Zur Zeit haben wir somit eine Übernahmequote von 25% gegenüber der sonst durchschnittlichen 1%!

Die Geschichten berühren! Denn die Menschen bei uns entwickeln sich bei uns nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weiter. Innerhalb von nur einem Jahr konnten wir unseren Mitarbeitenden Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Wertschätzung vermitteln. Die Menschen entwickeln sich so beruflich als auch persönlich auf herausragende Weise. Eigenständig werden ganze Abläufe eigenständig betreut und eine ganz tolle Arbeit geleistet.

Die Menschen in ihrer Entwicklung in die Selbstständigkeit und in ein neues Selbstbewusstsein zu begleiten ist etwas ganz besonderes, macht uns als Team jeden Tag aufs Neue glücklich und zeigt ganz klar: Das ist der Aufwand in jedem Fall wert.

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