Pappe im Lebensmittelhandel

Die ganze Wahrheit

Über Papp- und Papiermüll im Lebensmittelhandel

Pappe. Weil es recycelt werden kann und Bäume nachwachsen kann die ja gar nicht so unnachhaltig sein oder? .. Denkste!

In Deutschland verbraucht jeder Mensch 248kg Pappe und Papier im Jahr. Würde China so viel verbrauchen, gäbe es auf unserem Planeten bereits kein Grün mehr. Unser Papier Konsum ist ökologisch nicht tragbar. 90% dieses Papiers ist Einweg und wird nur für extrem kurze Zeit genutzt. Wofür?

40% des Papiers in Deutschland wird für Verpackungen verwendet!

Online Versand mit Holzkartonage spielt hier natürliche eine wichtige Rolle. Aber das ist nicht alles! Im Lebensmittelhandel werden Produkte (natürlich in Einwegplastik) standardmäßig in Karton eingepackt um transportiert zu werden. Insgesamt entsteht entlang der Lieferkette dadurch die dreifache Menge an Papp- wie Plastikmüll! Das sind alles Einwegkartons, die nach einmaliger Nutzung weggeschmissen werden! Jeden Tag, nur für den Transport. Ohne, dass du was davon mitbekommst. Mit jedem Einkauf einer Einwegverpackung produzierst du also zusätzlich das Dreifache an Müll im Hintergrund.

Das Bild hier unten macht es deutlich: Ein befreundeter Bioladen hat für uns seinen Alltag mit der Kartonflut festgehalten. Selbst bei einem kleinen Laden kommen so große Mengen an Pappmüll zustande, dass sich eine Müllpresse lohnt!

Fotoquelle: Biohof Laiseacker

Wälder, die sterben

Jährlich werden rund 13 Millionen Hektar Wald zerstört – das ist etwa dreimal die Fläche der Schweiz. 4 Millionen Hektar davon sind Urwälder. Weltweit weichen die Urwälder der Welt dem Kahlschlag. Jahrhunderte alte Bäume werden für die Papierproduktion gefällt.

Deutschland importiert sein Holz hauptsächlich aus folgenden Ländern

  • Finnland (die wiederum aus Russland importieren) und Schweden
  • Kanada
  • Portugal, Spanien und Brasilien

Wälder sind komplexe Ökosysteme, die über sehr lange Zeit hinweg entstanden sind. Sie stabilisieren unser Klima, binden CO2 und setzen Sauerstoff frei, filtern Schadstoffe aus der Luft und regulieren den Wasserhaushalt. Zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten und über 300 Millionen Menschen leben in oder um Wald herum. Weltweit kämpfen Indigene und Aktivisten für den Erhalt der Wälder. Denn ist ein Urwald einmal gefällt, weicht er der Forstwirtschaft. Und diese ersetzten keinen Jahrhunderte alten Wald in seinem Wert für unser Klima und unsere Lebensqualität. In Deutschland sind etwa 99% der Wälder menschlich geprägt. Das heißt nur 1% sind naturbelassener Urwald.

CO2, Wasser, Öl und Kohle

Neben dem Abholzen ganzer Wälder und den langen Transportwegen ist die Herstellung von Pappe extrem umweltbelastend. Zur Herstellung einer Tonne Primärfaserpapier wird etwa so viel Energie benötigt wie zur Produktion einer Tonne Stahl!

Um genau zu sein benötigt eine Tonne Pappe in der Herstellung

  • 468 kg Erdöl
  • 1307 kg Braunkohle
  • 467 kg CO2
  • 11.200 Liter Wasser

Papier aus Recylingstoffen ist natürlich ein bisschen nachhaltiger, als das aus Primärfaser. Trotzdem benötigt auch die Herstellung von Recyclingpapier viel Chemie und über 70 verschiedene Umweltgifte. Außerdem kann die Primärfaser, also das Basismaterial Frischholz nur bis zu 6-mal wieder verwertet werden, damit ein Karton oder Papier auch stabil bleibt. Trotz der Verwertung von Altpapier bei der Herstellung von Pappe und Papier verbrauchen wir deshalb deutschlandweit jeden Tag 60 Millionen kg „frisches“ Holz!

Wir wissen, Wälder sind zu wichtig für unser Klima! Und wie wir gerade mit ihnen umgehen, ist absolut inakzeptabel und zerstörerisch. Deshalb machen wir es anders! Alles zu unserer Lieferkette, die wunderbar ohne Pappe und Papier auskommt, erfahrt ihr hier. Und zu unserem innovativen Karton aus Gras aus Deutschland geht’s mehr hier.

Quellen:
https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2018/03/10-fakten-zum-deutschen-wald
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/papier_-_wald_und_klima_schuetzen-reichart_1.pdf

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